Der Garten wacht auf und wir gleich mit
Der Garten meldet sich zurück.
Noch leise, noch vorsichtig, aber deutlich spürbar. Jetzt ist die Zeit, um hinauszugehen, erste Handgriffe zu tun und dem Frühling ein Stück entgegenzukommen.
Man merkt es plötzlich.
Nicht laut, nicht an einem bestimmten Tag. Aber irgendwann ist er wieder da: der Garten.
Ein bisschen Grün hier, ein paar mutige Knospen dort, und dazwischen dieses Gefühl, dass jetzt wieder etwas beginnt. Wer jetzt hinausgeht, sieht es sofort: Der Winter zieht sich zurück, und der Garten übernimmt langsam wieder das Kommando.
Natürlich juckt es schon in den Fingern. Umgraben, schneiden, pflanzen. Am besten alles auf einmal. Aber gerade im Weinviertel gilt: ruhig bleiben. Der Wind ist schneller als man denkt, und der Boden hat seinen eigenen Rhythmus.
Also lieber Schritt für Schritt.
Ein Beet herrichten. Ein paar Kräuter setzen. Schauen, was schon von selbst kommt und sich ein bisschen überraschen lassen.
Und dann sind da noch die kleinen Dinge, die man nicht planen kann:
der erste Kaffee draußen. Die Sonne im Gesicht. Das leise Rascheln, wenn irgendwo etwas zu wachsen beginnt.
Der Garten macht es uns vor:
Man muss nicht alles sofort wissen. Man kann einfach anfangen.
Jetzt im Garten
Frühjahrsstart im Weinviertel – das lohnt sich jetzt:
Boden vorbereiten
Lockere die Beete vorsichtig auf und entferne altes Laub. Der Boden darf atmen, aber bitte nicht zu nass bearbeiten.
Erste Aussaat wagen
Radieschen, Spinat oder Pflücksalat sind robust und können schon früh ins Beet.
Kräuter setzen
Schnittlauch, Petersilie und Co. starten jetzt gut. Am besten an einem geschützten Platz.
Obstbäume pflegen
Jetzt ist noch Zeit für einen sanften Rückschnitt, besonders bei Kernobst.
Geduld behalten
So verlockend es ist: Nicht alles gleichzeitig machen. Der Frühling kommt in Etappen.

